Medizinische Heilhypnose

Ein Zustand zwischen wach sein und Schlaf

Die medizinische Heilhypnose ist ein besonderer Bewusstseinszustand in absoluter Ruhe und Entspannung.

Hypnose macht nicht willenlos, denn während der Hypnose funktionieren alle psychologischen Schutzmechanismen. Man kann frei entscheiden, was man sagt und was man tut.

Und auch danach kann man sich an alles erinnern. Hypnose hat etwas mit Vertrauen zu tun. Vertrauen zu sich, zum eigenen Unterbewusstsein und zum Therapeuten.

Verantwortungsvoll eingesetzt nimmt die medizinische Heilhypnose positiven Einfluss auf das Unbewusste. Dies geschieht, indem ein Zustand der absoluten Tiefenentspannung entsteht, so ist es möglich den Kontakt zum Unterbewusstsein herzustellen.

Jedes Erlebnis, jeder Gedanke, jede Emotion, einfach alles wird in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Jeder Moment unseres Lebens ist abrufbar, nichts geht wirklich verloren. Entspannung ist die Eingangstür zu unserem Unterbewusstsein.

Ziel dieser besonderen Konzentration auf sich selbst ist es, körperliche Erkrankungen und Symptome oder seelische Befindlichkeiten positiv zu beeinflussen. Durch entsprechende Formulierungen erhält das Unterbewusstsein im positiven Sinn neue Impulse, die es umsetzen kann, um z.B. Probleme zu lösen.

Mittlerweile weiß man, das mind. 70% aller Lebensvorgänge im Menschen unbewusst gesteuert werden und nur 30% durch unseren Willen!

Im Alltag kann man immer wieder hypnoseähnliche Zustände erleben, z.B. beim Fernsehen: Rasche Bildfolgen bannen den Blick, die Aufmerksamkeit ist voll auf diese fixiert. Wird man in diesem Zustand von jemandem angesprochen, nimmt man dessen Worte nicht wahr.

In der Hypnose verändern sich verschiedene Körperfunktionen. So verlangsamt sich zum Beispiel der Herzschlag, der Blutdruck sinkt und die Atmung wird ruhiger. Die Durchblutung der Haut wird besser und der Verdauungstrakt entkrampft sich. Die Muskulatur entspannt sich nahezu vollkommen. Diese und andere körperlichen Phänomene sind auch dafür verantwortlich, dass die Hypnose als sehr angenehm empfunden wird und ein positives Körpergefühl hinterlässt.

Die Hypnosetherapie ist die wohl älteste Heilmethode der Menschheit, die mentale Techniken nutzt, um körperliche und psychische Prozesse zu beeinflussen. Es kommt dabei zu einer medizinisch messbaren Veränderung in der Aktivität verschiedener Hirnbereiche und des vegetativen Nervensystems.

 

Fragen, die immer wieder gestellt werden:

Kann ich die Kontrolle über meinen Körper verlieren?
Nein, man befindet sich nur in einem entspannten Zustand!

Bin ich hypnotisierbar?
Wenn das Vertrauen zwischen Patient und Therapeut vorhanden ist, ist jeder Mensch hypnotisierbar.

Gibt es Nebenwirkungen?
Definitiv: Nein!

Kann man aus der Hypnose nicht mehr erwachen?
Nein! Man wird immer wieder wach, der Patient bekommt am Ende der Sitzung eine Weckformel gesagt.


Sage ich Dinge, die ich nicht sagen möchte?
Nein, denn während der Hypnose muss der Patient nicht sprechen!

Kann ich die Kontrolle über meinen Körper verlieren?
Nein, denn man ist nicht bewusstlos, sondern nimmt alles wahr, was um einen herum passiert. Medizinische Heilhypnose hat nichts mit Showhypnose zu tun!

Können Wunder erwartet werden?
Hypnose fasziniert und erschreckt zugleich. Auf der Bühne erscheint Hypnose immer sehr mystisch, wildfremde Menschen tun merkwürdige Dinge. Hier liegt wohl auch der Grund, dass die Hypnose als Grenzwissenschaft angesehen wird, denn es gibt mittlerweile genug wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Hypnose. Auch liefern die bildgebenden Verfahren in der Medizin genug Erkenntnisse, die zeigen was während der Hypnose im Gehirn passiert. Wunder können jedoch nicht erwartet werden.

 

Ablauf der Behandlung

Beim ersten Termin wird dem Patienten das Prinzip der Hypnose erklärt und alle seine Fragen beantwortet. Es findet ein ausführliches Gespräch statt. Hier wird dann auch die Problematik, die Erkrankung besprochen, die in Hypnose behandelt werden soll. Hieraus resultiert ein auf den Patienten zugeschnittene Hypnosetext.

Erst beim zweiten Termin beginnt die eigentliche Hypnosesitzung: Während der Patient bequem liegt, eine entspannende Geschichte erzählt bekommt und im Hintergrund leise Musik läuft kommt der Patient in einen Entspannungszustand. Individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten bekommt er nun bestimmte Formeln gesagt, die der Therapeut ausgearbeitet hat und die sich immer wiederholen. Nach ca. 40 Minuten wird die Hypnose mit Hilfe einer gesprochenen Weckformel wieder behutsam ausgeleitet.

Wieviele Behandlungen benötigt werden, richtet sich nach der Dauer der Erkrankung. Behandelt wird zunächst einmal wöchentlich, dies kann sich dann auf alle 2 Wochen oder 3 Wochen ausweiten.

Besonders zur Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion und psychosomatischen Erkrankungen hat sich die med. Heilhypnose als besonders wirksam bewiesen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten: